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15.03.2018

Ausstellung

7. März - 7. Mai 2018: Spiegelverkehrt Tagebücher 2008-2017, Arbeiten von Dorle Schimmer, IDS Mannheim

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13.03.2018

Workshop

26. - 27. April 2018: Verb Classes, Semantic Frames, und Constructions, IDS Mannheim

Kategorie: IDSweit

12.03.2018

Girls’Day im IDS

Mädchen-Zukunftstag am 26. April 2018[mehr]

Kategorie: IDSweit

11.03.2018

Gastvortrag

7. Mai 2018, 14:30 Uhr: Rebekka Studler (Universität Basel): Spracheinstellungen in der Deutschschweiz: Was es bedeutet, was Laien sagen, IDS Mannheim[mehr]

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10.03.2018

Eröffnungstagung: Journal für Medienlinguistik

17. - 18. Mai 2018: Journal für Medienlinguistik, IDS Mannheim

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09.03.2018

ars grammatica 2018

21. - 22. Juni 2018: Theorie und Empirie im Sprachvergleich, IDS Mannheim

Kategorie: IDSweit

08.03.2018

Jahrestagung 2019

12. - 14. März 2019: Sprache in den sozialen Netzwerken (Arbeitstitel), Congress Center Rosengarten Mannheim

Kategorie: IDSweit

Mehr Förderung für das Plattdeutsche

Vorstellung der Ergebnisse einer repräsentativen Niederdeutschumfrage

Mannheim, 13. Dezember 2016

Heute wurden in Berlin die Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung zur Verbreitung des Niederdeutschen vorgestellt. Diese haben das Institut für niederdeutsche Sprache (INS) gemeinsam mit dem Institut für Deutsche Sprache (IDS) in einer Broschüre "Status und Gebrauch des Niederdeutschen 2016" herausgegeben. Neben Fragen zur aktiven und passiven Plattdeutschkompetenz ging es auch um Einstellungen gegenüber der Regionalsprache.

Telefonisch befragt wurden insgesamt 1.632 Personen aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Nach deren Selbsteinschätzungen verstehen über 91,4% mindestens einige Wörter des Plattdeutschen. Knapp die Hälfte aller interviewten Personen sagt von sich, Plattdeutsch "sehr gut" oder "gut" verstehen zu können.

Sprechen können die Regionalsprache allerdings deutlich weniger: Insgesamt 15,7% erklären, Platt "(sehr) gut" zu beherrschen. In den nördlicheren Bundesländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern finden sich noch weitaus mehr Sprecher als in den südlicher gelegenen Regionen NordrheinWestfalens oder Brandenburgs.

Zuletzt wurde 2007 eine Studie dieser Art vom INS durchgeführt. Auf den ersten Blick zeigt ein Vergleich eine positive Entwicklung: Der vorher verzeichnete rapide Rückgang der Regionalsprache scheint gestoppt. "Die Sprecherzahlen sind zwar seit der letzten Umfrage annähernd konstant, die Altersverteilung gibt aber dennoch Grund zur Besorgnis", so Projektleiter Reinhard Goltz. Demnach ist die "(sehr) gute" aktive Plattdeutschkompetenz in der Altersgruppe der über 80-Jährigen (50,7%) mehr als viermal so hoch wie in der Gruppe der Befragten zwischen 40 und 49 Jahren (11,7%). 

Dass mehr für das Plattdeutsche getan werden sollte, dieser Meinung sind 66,8% aller Befragten. Hier werden vor allem die Bildungseinrichtungen, allen voran die Schulen (63,8%), wie auch kulturelle Einrichtungen (20,3%) und die Politik (11,4%), in der Pflicht gesehen, sich um die Förderung des Plattdeutschen zu kümmern.

Die repräsentative Erhebung wurde im Juni dieses Jahres von der Forschungsgruppe Wahlen (Mannheim) durchgeführt. Gefördert wird die Umfrage durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Die gedruckte Broschüre "Status und Gebrauch des Niederdeutschen 2016" kann über beide Institute bezogen werden und steht außerdem unter  ‹http://www.ins-bremen.de/umfrage› zum Herunterladen bereit.

Diese Pressemitteilung im PDF-Format.

Pressekontakt:

Reinhard Goltz
Institut für niederdeutsche Sprache (INS)
Telefon: 0421 / 32 45 35
E-Mail: ins (at) ins-bremen.de

Andrea Kleene
Institut für Deutsche Sprache (IDS)
Telefon: 0421 / 32 45 35
E-Mail: kleene (at) ids-mannheim.de
 
Das Institut für niederdeutsche Sprache e.V. (INS) ist die einzige überregional tätige Einrichtung zur Förderung des Niederdeutschen und der am breitesten aufgestellte Dienstleister im Bereich niederdeutscher Sprach- und Kulturarbeit. Näheres unter: <www.ins-bremen.de>.

Das Institut für Deutsche Sprache (IDS) ist die zentrale außeruniversitäre Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation der deutschen Sprache in ihrem gegenwärtigen Gebrauch und in ihrer neueren Geschichte. Es gehört zu den 88 Forschungs- und Serviceeinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Näheres unter: <www.ids-mannheim.de>, <www.facebook.com/ids.mannheim> und <www.leibniz-gemeinschaft.de>.
 
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