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Institut für Deutsche Sprache
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E-Mail: direktor (at) ids-mannheim.de
Internet: www.ids-mannheim.de

Institut für Deutsche Sprache
Stiftung des bürgerlichen Rechts

Direktor:
Professor Dr. Dr. h.c. mult.
Ludwig M. Eichinger

Stellenausschreibung

In dem Forschungsprojekt ‚Sprachliche Sozialgeschichte 1933 bis 1945‘ des Instituts für Deutsche Sprache (IDS) sind zum 1. April 2018

zwei Postdocstellen (E 13 TV-L / Kennziffer 2/2018)

zu besetzen. Die Stellen sind bis zum 31. März 2021 befristet.

Das von der DFG für drei Jahre geförderte Projekt ist als akteursbezogene Diskursanalyse angelegt. Unter der Voraussetzung, dass die Diktatur des NS zwar die alleinige Diskursbedingung, die ihm zugehörigen Sprecher aber nicht die alleinige Diskurs- und Sprachgemeinschaft bildeten, werden Akteure nach den Grundperspektiven ‚NS-Apparat‘, ‚Integrierte Gesellschaft‘ und ‚Ausgeschlossene‘ unterschieden. Diskurse der Jahre 1933 bis 1945 werden entsprechend empirisch fundiert, sozialgeschichtlich differenziert und mit diskursanalytisch-linguistischer Perspektive sprachgeschichtlich rekonstruiert und dargestellt. Insbesondere orientiert sich die Analyse an dem sprachlich repräsentierten zentralen Handlungsmuster der Inklusion / Exklusion, dem das Wollen und Sollen der handelnden Akteure zugrunde liegt, das Sprache und Handeln sowohl der Akteure des NS-Apparats, als auch derjenigen der integrierten Gesellschaft, als auch der Ausgeschlossenen prägt und insbesondere auf der semantisch-konzeptuellen Ebene der Selbst- / Fremdkonstituierungen, der Raum- und der Zeitkonzepte von hoher Evidenz ist.

Einstellungsvoraussetzungen:

  • abgeschlossenes Studium der Germanistik (mit Schwerpunkt Sprachgeschichte des 20. Jahrhunderts) und der Politologie und/oder Geschichtswissenschaft;
  • abgeschlossene Promotion mit Schwerpunkt Sprachgeschichte des 20. Jahrhunderts, Sprache 1933 bis 1945 oder Kulturlinguistik;
  • Kenntnisse quantitativer Methoden der Korpusanalyse, insbes. hinsichtlich Kollokations- und Kookkurrenzanalysen;
  • Erfahrung mit dem Annotationsverfahren CATMA zur Feststellung von frequenten / typischen Konzepten;
  • Kenntnisse qualitativer Methoden der Korpusanalyse, insbes. Erfahrung mit konzeptbezogenen diskursanalytischen Zugängen und Erhebung semantischer Befunde sowie mit kulturlinguistischen Fragestellungen (z.B. in Bezug auf die sprachliche Repräsentation von Raum- oder Zeitkonzepten).

Aufgaben:

  • Korpuserstellung;
  • Kollokations- und Kookkurrenzanalysen;
  • Konzeptanalysen;
  • Manuskripterstellung;
  • Unterstützung der Projektleiterin, Projektmanagement und Organisation von Arbeitssitzungen, Workshops und einer Tagung.

Das IDS strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an. Bewerbungen qualifizierter Wissenschaftlerinnen werden daher besonders begrüßt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird vom IDS im besonderen Maße gefördert. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen senden Sie bitte bis zum 1. März 2018 an:

Institut für Deutsche Sprache
Der Direktor
Postfach 10 16 21
D-68016 Mannheim

E-Mail: eichinger (at) ids-mannheim.de