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15.05.2018

Hugo Moser Preis ausgeschrieben

Bewerbungen und Vorschläge können bis 30. September 2018 eingereicht werden.

Kategorie: IDSweit

15.03.2018

Ausstellung

7. März - 20. Juli 2018 (verlängert): Spiegelverkehrt Tagebücher 2008-2017, Arbeiten von Dorle Schimmer, IDS

Kategorie: IDSweit

09.03.2018

ars grammatica 2018

21. - 22. Juni 2018: Theorie und Empirie im Sprachvergleich, IDS

Kategorie: IDSweit

08.03.2018

Jahrestagung 2019

12. - 14. März 2019: Sprache in den sozialen Netzwerken (Arbeitstitel), Congress Center Rosengarten Mannheim

Kategorie: IDSweit

07.03.2018

IIEMCA 2019

02. - 05. Juli 2019: International Institute for Ethnomethodology and Conversation Analysis Conference 2019 (IIEMCA 2019), Rahmenthema: "Practices", Universität Mannheim

Kategorie: IDSweit

Gastvortrag von Dr. Pia Bergmann (Universität Duisburg-Essen)

Hiermit lade ich alle interessierten Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und die Gäste des Instituts für Deutsche Sprache ein.

Frau Dr. Pia Bergmann (Universität Duisburg-Essen)

hält einen Vortrag zu:

Das phonologische Wort aus gebrauchsbasierter Perspektive

Es wird heute vielfach davon ausgegangen, dass die Interaktion von Phonologie und Morphologie durch die prosodische Konstituente des phonologischen Worts (pWort) gesteuert wird (vgl. Booij 2012; Nespor & Vogel 2007; Raffelsiefen 2000; Wiese 2000). Dafür spricht, dass (u.a. im Deutschen) morphologisch gleichartige Elemente wie Derivationssuffixe in der Phonologie unterschiedlich behandelt werden können, und dass umgekehrt morphologisch unterschiedliche Elemente wie Lexeme und konsonantinitiale Suffixe in der Phonologie gleich behandelt werden können.

Während die gängigen Darstellungen zum pWort in Hall & Kleinhenz (1999) und Wiese (2000) überwiegend auf Introspektion beruhen und im Rahmen modularer Grammatikmodelle stehen, diskutiert der Vortrag auf der Basis aktueller empirischer Forschungsergebnisse das phonologische Wort aus gebrauchsbasierter Perspektive (vgl. Bergmann 2015; Bybee 2001; Pluymaekers et al. 2010). Im Zentrum des Interesses steht dabei zum einen die empirische Überprüfung verschiedener Diagnostika für das pWort und zum anderen die Einbeziehung systematischer, gebrauchsbasierter Einflussfaktoren auf die pWort-struktur, die über die üblicherweise angenommenen Faktoren wie Sprechstil und Sprechge-schwindigkeit hinausgehen.

Zeit: Montag, 6. Juni 2016, 14.00 Uhr
Ort: Raum 1.28 des Instituts für Deutsche Sprache (IDS)

Literatur:
Bergmann, P. (2015): Morphologisch komplexe Wörter im Deutschen – Prosodische Struktur und phonetische

Realisierung. Habilitationsschrift Universität Freiburg.

Booij, G. (2012): The grammar of words. An introduction to linguistic morphology. Oxford: Oxford University Press.

Bybee, J. (2001): Phonology and language use. Cambridge: Cambridge University Press.

Hall, T.A. & Kleinhenz, U. (eds.) (1999): Studies in the Phonological Word. Philadelphia: John Benjamins.

Nespor, M. & Vogel, I. (2007): Prosodic Phonology. Berlin: de Gruyter.

Pluymaekers, M., Ernestus, M., Baayen, H.R. and Booij, G. (2010): Morphological effects on fine phonetic detail: The

case of Dutch -igheid. In: Fougeron, C. et al. (eds.): Laboratory Phonology. Berlin / New York: de Gruyter, 511-531.

Raffelsiefen, Renate (2000): Evidence for word-internal phonological words in German. In: Thieroff, R. et al. (eds.):

Deutsche Grammatik in Theorie und Praxis. Tübingen: Niemeyer, 43-56.

Wiese, R. (2000): The phonology of German. Oxford: Oxford University Press.