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Aktuelles
14.01.2016

Online-Pressespiegel

Kategorie: IDSstatisch

14.01.2016

SPRACHREPORT - Digital

Kategorie: IDSstatisch

29.10.2015

Stellenausschreibungen

Kategorie: IDSstatisch

01.10.2015

Film: 50 Jahre IDS

Kategorie: IDSstatisch

21.01.2017

Ausstellung

02. März - 12. Mai 2017: Was kommt nach der Sprachwissenschaft?, Geschichten und Bilder von Werner Kallmeyer, IDS Mannheim

Kategorie: IDSweit

20.01.2017

Jahrestagung 2017

14. - 16. März 2017, Wortschätze: Dynamik, Muster, Komplexität, 53. Jahrestagung des IDS, Congress Center Rosengarten, Mannheim

Kategorie: IDSweit

19.01.2017

Arbeitstagung zur Gesprächsforschung

29. - 31. März 2017, 20. Arbeitstagung zur Gesprächsforschung, Rahmenthema: "Interaktion und Medien", IDS Mannheim

Kategorie: IDSweit

18.01.2017

Girls'Day am IDS

Mädchen-Zukunftstag am 27. April 2017[mehr]

Kategorie: IDSweit

17.01.2017

ars grammatica

08. - 09. Juni 2017: 2. Arbeitstagung "ars grammatica": Grammatische Terminologie – Inhalte und Methoden, IDS Mannheim

Kategorie: IDSweit

Sprachforum

Das IDS feiert 2014 sein 50-jähriges Bestehen.  Anlässlich seines Jubiläums nimmt das IDS die öffentliche Vortragsreihe "Sprachforum" wieder auf und beleuchtet von Januar bis November 2014 unterschiedliche Aspekte der Sprache in Alltag und Öffentlichkeit. Das Sprachforum des Instituts für Deutsche Sprache steht allen sprachlich Interessierten offen. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Die Vorträge finden immer donnerstags statt. Beginn ist jeweils 19.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Vortragssaal des IDS
R 5, 6 -13
68161 Mannheim

2014

Donnerstag, 23.1.2014, 19.30 Uhr
Dr. Kathrin Steyer
„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“. Vom sprachlichen Überleben markanter Sätze

Viele Sprüche vergehen unbemerkt im Fluss der Kommunikation. Andere dagegen werden vielfach zitiert. Und nur wenige überleben auf Dauer als Sentenzen oder Sprichwörter. Sprachwissenschaftler können u.a. mithilfe großer Textdatenbanken (Korpora) und den entsprechenden Analysemethoden solchen „Zitierkarrieren“ auf die Spur kommen. An Beispielen aus der deutsch-deutschen Geschichte beleuchtet der Vortrag, unter welchen Bedingungen und auf welche Weise feste Sätze weitergetragen werden und in den Sprachschatz eingehen können.


Donnerstag, 20.2.2014, 19.30 Uhr
Dr. Doris Steffens
Von „App“ bis „Wutbürger“. Zum neuen Wortschatz im Deutschen.

Um eine funktionierende Verständigung zu ermöglichen, muss sich der Wortschatz ständig an neue Gegebenheiten und Sachverhalte anpassen. Diese Anpassung erfolgt hauptsächlich durch die Bildung neuer Wörter oder durch die Übernahme neuen fremden Wortgutes, also durch Entlehnungen. Mit solchen lexikalischen Einheiten, den Neologismen, beschäftigt sich der Vortrag, der auf Ergebnissen beruht, die am IDS im Projekt „Lexikalische Innovationen“ im Zusammenhang mit der Erfassung und Beschreibung des neuen Wortschatzes seit den 1990er Jahren gewonnen wurden. 2013 ist das Wörterbuch für den Wortschatz der Nullerjahre erschienen (Steffens, Doris/al-Wadi, Doris: Neuer Wortschatz. Neologismen im Deutschen 2001–2010. 2 Bände. Mannheim: IDS). Die Onlineversion wird in Kürze im Wörterbuchportal OWID erscheinen, das Neueste im Wortschatz der Zehnerjahre ist dort bereits freigeschaltet.


Donnerstag, 20.3.2014, 19.30 Uhr
Dr. Annette Klosa
Gibt es eine Zukunft für Wörterbücher?

Die Wörterbuchlandschaft in Deutschland wie in anderen Ländern Europas hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert: Namhafte Verlage verkleinern ihre Redaktionen oder lösen sie ganz auf und Traditionswörterbücher erscheinen gar nicht mehr oder nur noch online. Dem steht eine stetig wachsende Zahl von Internetwörterbüchern gegenüber, die nicht nur von akademischen Institutionen oder Verlagen, sondern zunehmend auch in Zusammenarbeit zwischen Lexikografen und Laien entstehen. Immer mehr potenzielle Wörterbuchbenutzer suchen außerdem nach Informationen zu Wörtern nicht mehr in Wörterbüchern, sondern sie benutzen das World Wide Web als Nachschlagewerk, z. B. indem sie nach der richtigen Schreibung eines Wortes oder einer passenden Übersetzung eines Ausdrucks in eine andere Sprache googeln. Haben Wörterbücher also gar keine Zukunft mehr? Oder wird es sie weiterhin geben, und zwar in neuen Formen, in überzeugender Qualität und in speziellen inhaltlichen Nischen? In diesem Vortrag werde ich versuchen, Antworten auf die genannten Fragen zu finden und zugleich anhand vieler Beispiele zeigen, wohin es mit Wörterbüchern in Zukunft gehen könnte.


Donnerstag, 22.5.2014, 19.30 Uhr
Dr. Albrecht Plewnia
Deutsch – Sprache der Wissenschaft?

Wissenschaft braucht Sprache. Doch nur wenige Sprachen der Welt sind so weit ausgebaut, dass man in ihnen Wissenschaft betreiben kann. Das Deutsche gehört dazu – noch. In einem zunehmend globalisierten Wissenschaftsdiskurs, in dem das Englische dominiert, sucht das Deutsche –
ähnlich wie die anderen nur noch mittelgroßen Wissenschaftssprachen wie Französisch und Spanisch – eine neue Rolle und ein neues Selbstverständnis.
Der Vortrag versucht eine Positionsbestimmung und diskutiert mögliche Perspektiven.

Donnerstag, 26.6.2014, 19.30 Uhr
PD Dr. Axel Schmidt
Zwischen Inszenierung und Authentizität. Sprache und Sprechen im Reality-TV.

Fernsehen bedeutet und behauptet von Anbeginn einen besonderen Bezug zur Wirklichkeit, da es die technische Möglichkeit hat, Ereignisse zu konservieren und massenhaft zu übertragen. Diese grundsätzliche „Welthaltigkeit“ von Fernsehinhalten macht sich das sogenannte Reality-TV zunutze, um seinen Darstellungen den Eindruck von Authentizität zu verleihen. Zugleich sind seine Produkte aber hoch inszeniert, da gezeigtes Geschehen für die Kamera arrangiert wird. Das Sprechen der gezeigten Teilnehmenden spielt dabei eine Schlüsselrolle, da sie und ihr Handeln es sind, welches Reality-TV-Sendungen ihren Realitätseffekt verleihen. Es fungiert – wenn man so möchte – als Realitätsverankerung. Der Vortrag geht daher der Frage nach, welche Rolle das Sprechen im Reality-TV spielt und wie es dazu eingesetzt wird, Authentizität zu vermitteln. Dabei geht es nicht nur um den Eindruck, den die Sendung selbst vermittelt, sondern auch darum, wie das Gezeigte hergestellt wurde. Letzteres macht einen Zugang zu Produktionsdaten erforderlich, da abzuschätzen ist, welche Inszenierungshandlungen in welchem Umfang zu unterstellen sind. Im Vortrag soll beiden Ebenen (Produkt und Produktion) mit Blick auf das Sprechen (vor allem der Teilnehmenden) nachgegangen werden.

Donnerstag, 24.7.2014, 19.30 Uhr
Dr. Ralf Knöbl
Monnemerisch: systematisch, komplex; gebraucht?

In kaum einem Medienbeitrag zu Mannheim fehlt ein Hinweis auf den in der Stadt gesprochenen auffälligen Dialekt. Dabei herrschen seit mindestens dem 18 Jh. negative Beurteilungen des Mannheimer Stadtdialekts vor, und zwar gleichermaßen aus der Außen- und Innensicht. Im Vortrag wird die Mannheimer Stadtmundart dialektologisch verortet, und auffällige Merkmale des Dialekts werden präsentiert - allerdings weniger als Grundlage für eine ästhetische Bewertung, sondern vielmehr um die Regelhaftigkeit und Komplexität des vermeintlich „wüsten“ Sprachsystems herauszustellen. Es soll verdeutlicht werden, dass der Dialekt althergebrachte Unterscheidungen bewahrt, die im neuhochdeutschen Standard verloren gegangen sind. Neben der sprachstrukturellen Betrachtung soll im Vortrag auch auf soziolinguistische Aspekte eingegangen und die Frage nach der Salonfähigkeit des Dialekts bzw. der Relevanz seines Gebrauchs für junge Mannheimerinnen und Mannheimer gestellt werden.

Donnerstag, 25.9.2014, 19.30 Uhr
Dr. Marek Konopka
Des Iraks, des Irakes oder des Irak? – Von Sprachzweifeln und Sprachvariation.

Haben Sie sich auch schon einmal diese Frage gestellt? Gibt es in solchen Fällen nur eine richtige Lösung, oder sind mehrere Varianten zulässig? Ist die häufigste Variante immer die beste? Auf diese und ähnliche Fragen, die sich beim täglichen Umgang mit Sprachzweifeln stellen, werden im Vortrag wissenschaftlich fundierte Antworten gesucht. Am Beispiel von Deklinationsproblemen wird gezeigt, wie man aus dem Labyrinth von Regeln, Normen und Sprachgebrauchsvorbildern herausfinden kann.

Donnerstag, 23.10.2014, 19.30 Uhr
Dr. Peter Meyer
‚Umgekehrte‘ Fremdwörter: deutscher Wortschatz in den Sprachen der Welt.

In den oft emotional geführten Debatten um Fremdwörter im Deutschen wird gewöhnlich nicht darauf eingegangen, dass deutsche Wörter in überraschend viele Sprachen rund um den Globus Eingang gefunden haben, oft über Mittlersprachen wie Niederländisch, Russisch oder das Tok Pisin in Papua-Neuguinea. Der Vortrag soll anhand konkreter Beispiele einen Eindruck davon vermitteln, unter welchen verschiedenartigen soziopolitischen und kulturellen Bedingungen deutscher Wortschatz in andere Sprachen gelangt ist, und stellt die am IDS beheimateten Forschungsprojekte im Zusammenhang mit solchen ‚umgekehrten‘ Fremdwörtern vor. Damit soll auch eine sprachwissenschaftliche Perspektive auf die Thematik nahegelegt werden, in der das allgegenwärtige Ein- und Auswandern von Wörtern als ein grundlegender Aspekt natürlicher Sprachwandel und Sprachkontaktprozesse verstanden wird.

Donnerstag, 27.11.2014, 19.30 Uhr
Dr. Dominik Brückner
Wortgeschichten in Weihnachtsliedern.

In alten Texten gibt es viele Wörter, die wir heute entweder gar nicht mehr verstehen, oder nicht mehr so, wie sie ursprünglich von ihren Verfassern  gebraucht wurden. Dafür ist der Sprachwandel verantwortlich: In Texten, die  um 1800 entstanden sind, können auf einer Buchseite schon fünf bis zehn  Wörter Probleme aufwerfen. Diese Anzahl macht zwar das Erfassen des Inhalts nicht unmöglich, ist aber bereits groß genug, ein genaues Textverständnis zu gefährden. Gerade bei Texten, die uns zeitlich wie sprachlich so nahe sind, dass uns die Differenzen kaum auffallen, ist es wichtig, sich ihrer bewusst zu sein. In diesem Vortrag wird es darum gehen, die historischen Bedeutungen einiger Wörter herauszuarbeiten und sie so zu beschreiben, wie sie den Zeitgenossen entgegengetreten sein könnten. Jahreszeitlich bedingt betrachten wir dabei die Texte einiger Weihnachtslieder, bei denen uns zusätzlich eine große Vertrautheit und emotionale Nähe den Blick auf die semantischen Feinheiten von Wörtern wie „still“, „hold“, „entspringen“ oder „Verheißung“ erschwert. Unsere wortgeschichtlichen Erkenntnisse können dann für das bessere Verständnis der Lieder fruchtbar gemacht werden.