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Tagebücher 2008-2017

 

Arbeiten von Dorle Schimmer

Zur Eröffnung der Ausstellung
am 7. März 2018 um 18:00 Uhr

laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Begrüßung:
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig M. Eichinger

Performance:
Monimates
(Monika-Margret Steger, Björn Klumpp, Dorle Schimmer)

Ausstellungsdauer:
7. März - 20. Juli 2018 (verlängert)

Öffnungszeiten
Mo. - Do. 10 - 17 Uhr
Fr. 10 - 15 Uhr

Zur Ausstellung:

Angefangen hat alles mit dem Abzeichnen von Pressefotos: Politiker, Stadtlandschaften, Kriegsschauplätze, die für den öffentlichen Blick bestimmte Geste. Diese Zeichnungen sind in Tagebücher integriert. Die persönliche Chronik
entsteht in Spiegelschrift.

Immer offensichtlicher ist während dieser 2008 begonnenen Prozesse geworden, dass die Krawatten- und Uniformträger auf fast allen Fotos erscheinen und die Zeichnungen haben sich zu einer kritischen Interpretation der unterschiedlichen Darstellung von Männern und Frauen in den Medien entwickelt. Die beiden Begriffe das Öffentliche und das Private scheinen sich gegenseitig auszuschließen. Wozu dient die Maske, wenn nicht der Vermummung, dem Verbergen des Intimen? Wozu dienen die Krawatten, wenn nicht dem Hinweis auf Ungleichheit, dem Zweck, Überlegenheit zu markieren, sich von der eigenen Nacktheit zu distanzieren; man versteckt sich hinterm Tüchtigsein, das Bewundertwerdenwollen steht im Vordergrund. Die Trennung des Öffentlichen und des Privaten wurzelt auch in dem Bestreben, dass die Geschlechter voneinander getrennt agieren, es hat das Verbannen der Frauen an Heim und Herd erleichtert: Frauen gehören ins private Leben. Wo es um Kriege und Siege geht, sind Gefühle, die Erkenntnis unserer Verwundbarkeit, fehl am Platz.

Das Öffentliche unter Ausschluss des Privaten bedeutet eine Illusion, man verbindet mit diesem Konzept irrtümlicherweise Begriffe wie Würde und Respekt. Ohne Bewusstwerdung dieser Prozesse können wir uns dem Sog der Medien nicht entziehen, nicht dagegen kämpfen, dass das öffentliche Bild der Realität, andere, eigene Formen die Wirklichkeit zu betrachten, manipuliert.

Kurzbiografie:

Dorle Schimmer, 1961 in Mannheim geboren, ist visuelle Künstlerin, seit 1985 lebt sie in Spanien.

Sie zeichnet, schreibt und arbeitet konzeptuell. In ihrer Arbeit spielen Dichtung, Sprache und Handschriftliches eine große Rolle. Kunst wird als
Werkzeug verstanden, Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Mentalitäten zu erleichtern.

In den letzten fünf Jahren lag der Schwerpunkt auf der Arbeit im öffentlichen Raum, auf interaktiven Projekten mit sozialem Charakter. Außerdem widmet sie sich künstlerischen Workshops mit Kindern, dem Anliegen der Wertschätzung von
kindlicher Authentizität und der Erweiterung des den Kindern zur Verfügung stehenden Raumes.

www.dorle-schimmer.de & www.comounacasa.com

Die Künstlerin bei der Arbeit:

Dorle Schimmer entwarf am 20. Februar 2018 ihren ersten Chronik-Eintrag für ihre Ausstellung "SPIEGELVERKEHRT – Tagebücher 2008-2017" im IDS. Können Sie erkennen, was sie schreibt?

Die Fortsetzung dieses Fenstereintrags und weitere Arbeiten der Künstlerin können Sie bei der Vernissage plus Performance am 7. März 2018 um 18 Uhr im IDS erleben. Sie sind herzlich eingeladen!

Impressionen der Ausstellungseröffnung

Begrüßung: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig M. Eichinger und Dorle Schimmer
Dorle Schimmer und Monika-Margret Steger
Performance
Dieses Exponat von Dorle Schimmer verbindet mehrere Stockwerke im IDS.
Tagebuch