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Direktion und zentrale Forschung

CLARIN-D

Das Projekt zur Deutschen Sprachressourcen-Infrastruktur (CLARIN-D, bis 2011 D-SPIN) beschäftigt sich mit der Entwicklung von Grundlagen für eine stabile und nachhaltige Infrastruktur von Sprachressourcen und Sprachtechnologien. Hierzu sollen verstreut dedizierte Zentren errichtet werden, die ihrerseits mit der Einspeisung von Metadaten und/oder Primärdaten, oder gar auch als Rückgratknoten mit der Pflege des Struktur-Netzwerks betraut werden, um so für eine umfassend funktionsfähige Infrastruktur zu sorgen.

Das IDS bemüht sich darum, organisatorisch, technisch und strukturell ein solches Zentrum in dieser Föderation aufzubauen und den Standort Mannheim als Knoten zu etablieren. Ferner werden am IDS Konzepte für den Umgang mit der Problematik entwickelt, dass die Forschungsdaten in der Sprachwissenschaft in der Regel nicht frei von Rechten Dritter sind. Das heißt, es werden z.B. Modelle für Lizenzvereinbarungen sowie Modelle für den Umgang mit Sprachdaten, die datenschutzrechtlichen Auflagen unterliegen, entwickelt. Außerdem ist das IDS an der Konzeption und Implementation allgemeiner Registraturen für standortübergreifende virtuelle Kollektionen von Datenressourcen und — mit dem Ziel die Bedingungen für Nachvollziehbarkeit und Replizierbarkeit in der empirischen Sprachwissenschaft zu verbessern — an der Konzeption eines ISO-Standards für die persistente Referenzierbarkeit von Sprachressourcen (ISO/DIS 24619) beteiligt. Die Harmonisierung von Datenformaten und Schnittstellen, sowie geeignete Workflow-Modelle sollen es schließlich ermöglichen, durch einen vereinfachten Zugriff auf interoperablen Ressourcen auch Nicht-Fachleuten den Zugang zu technologisch modernen wissenschaftlichen Arbeitsweisen zu ermöglichen.

Das D-SPIN-Projekt ist Teil der paneuropäischen CLARIN-Initiative, und wurde bis März 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

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