Programmbereich Beschreibung und Erschließung grammatischen Wissens

Leitung des Programmbereichs: Prof. Dr. Angelika Wöllstein

Die grammatische Analyse und Beschreibung des Gegenwartsdeutschen als geschriebener und gesprochener Standardsprache ist das Ziel des Programmbereichs. Dabei liegen die Schwerpunkte sowohl auf der Untersuchung der innersprachlichen Variation als auch auf der der übereinzelsprachlichen Variation unter dem Aspekt kontrastiv-sprachtypologischer Fragestellungen. Die Ergebnisse dieser Forschungen werden neben den üblichen Publikationsformen auch durch das Online-Angebot des grammatischen Informationssystems grammis präsentiert.

     

  • Im Projekt Korpusgrammatik werden Untersuchungen zu sprachimmanenten und außersprachlichen Faktoren der Variation in zentralen Bereichen der Morphologie und Syntax durchgeführt. Die korpusgestützten Untersuchungen zum standardsprachlichen und standardnahen Deutsch sind auf die Erstellung einer neuen Grammatik des Deutschen ausgerichtet, in der die Variation im Sprachgebrauch gezielt fokussiert und umfassend aufgearbeitet wird. Gleichzeitig wird die korpuslinguistische bzw. statistische Methodik von Korpusanalysen weiterentwickelt.
  • Das Projekt Grammatik des Deutschen im europäischen Vergleich - das Nominal (GDE-N) erstellt eine Grammatik des Deutschen aus kontrastiv-typologischer Perspektive. Thema ist die Morphologie, Syntax und Semantik nominaler Einheiten; Kernkontrastsprachen sind Englisch, Französisch, Polnisch und Ungarisch.
  • Das Projekt Grammatik des Deutschen im europäischen Vergleich – Verbgrammatik (GDE-V) setzt das Projekt GDE-N fort. Ziel ist das Erstellen einer Grammatik des Deutschen aus kontrastiv-typologischer Perspektive zu den Themenbereichen Morphologie, Syntax und Semantik verbaler Einheiten.
  • Im Projekt Sprachvergleich Deutsch-Portugiesisch: Konnektoren werden Syntax und Semantik der Satzverknüpfer im Deutschen und im (brasilianischen) Portugiesischen erforscht.
  • Gegenstand des Projekts Satz und Satzgefüge kontrastiv: Deutsch – Portugiesisch – Italienisch sind Syntax, Informationsstruktur und Semantik einfacher und komplexer Sätze des Deutschen im Vergleich mit den romanischen Sprachen Portugiesisch und Italienisch.
  • Das Projekt Wortphonologie beschreibt das phonologische Kontrastpotential des Deutschen aus sprachvergleichender Perspektive, wobei phonetische Untersuchungen zur empirischen Verifizierung eine wichtige Rolle spielen.
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