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Die baden-württembergische Forschungsministerin Theresia Bauer überreichte Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig M. Eichinger die Staufermedaille in Gold. (Foto: Gülay Keskin Heidelberg)

Staufermedaille in Gold für den scheidenden Direktor des Instituts für Deutsche Sprache Mannheim

Die baden-württembergische Forschungsministerin Theresia Bauer überreichte im Rahmen des offiziellen Festakts zur Verabschiedung des scheidenden Direktors des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim (IDS) Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig M. Eichinger die Staufermedaille in Gold in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um das Land als persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

 

„Sie haben die deutsche Sprache in hervorragender Weise vertreten und für ihren Stellenwert geworben.“ Mit diesen Worten ehrte die Ministerin Theresia Bauer als erste Festrednerin Ludwig M. Eichinger, der über sechzehn Jahre das Institut für Deutsche Sprache in Mannheim geleitet hat und Ende des Monats in den Ruhestand geht. Sie überreichte ihm im Rittersaal des Schlosses Mannheim die Staufermedaille in Gold für seine ausgezeichneten Verdienste als Wissenschaftler und „Botschafter der deutschen Sprache“. Damit habe er „das IDS und die Region mit der ganzen Welt verbunden“. Sie lobte insbesondere auch Eichingers Idee und langjähriges Engagement, neben dem Institut für Deutsche Sprache unter dem Dach der Leibniz-Gemeinschaft ein Museum, das „Haus für die deutsche Sprache“, zu etablieren. Denn die Idee, Wissen über Sprache und Kommunikation einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sei in „einer Welt der Mehrsprachigkeit und einer Welt des digitalen Wandels“, hochspannend und relevant für unsere Gesellschaft. Dieses Projekt verdiene Unterstützung „von Bund, von Land, von Kommunen und auch von weiteren Akteuren“. Sie sicherte zu, für „die Realisierung und Weiterentwicklung dieser Idee“ weiter mit einzutreten. 

Auch Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, sieht im „Haus für die deutsche Sprache“ ein „gemeinsames Herzensanliegen“, das die ohnehin enge und gute Kooperation zwischen Stadt und IDS noch erweitern würde. Das Haus sei „einen ganz großen Schritt vorangekommen“ und die Stadt Mannheim signalisiert ihre Unterstützung durch die Bereitstellung eines prominenten Grundstücks. Der Oberbürgermeister beglückwünschte den scheidenden Direktor zu einer „außerordentlich erfolgreichen Zeit“ und dankte ihm, dass er durch die leidenschaftliche Ausübung seines Amts als „Gesicht der deutschen Sprache“ gewirkt und dadurch auch immer ein bisschen das „Gesicht der Stadt Mannheims“ mitrepräsentiert habe. Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft und Politik, darunter u.a. das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Leibniz-Gemeinschaft, die Universitäten Mannheim und Heidelberg, die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz sowie der DAAD, sprachen ein kurzes Grußwort zur Würdigung Ludwig M. Eichingers.

Die Laudatio hielt Prof. Dr. Angelika Linke, langjährige Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des IDS. Sie stellte den Sprachwissenschaftler, den IDS-Direktor und Ludwig M. Eichinger als Person ins Zentrum ihrer Rede. Als Sprachwissenschaftler habe Eichinger in der enormen Breite seiner Forschungsgebiete stets die Ganzheit der Sprache im Blick gehabt und Sprachwissenschaft als „Wissenschaft vom Menschen“ betrieben. Seine Devise als Direktor sei gewesen „Dinge möglich machen! Aber kritisch begleiten.“ Bei dem Gefühl, das der Mensch Ludwig Eichinger gegenüber der deutschen Sprache hege, handle es sich um „Liebe“, so die Laudatorin. „Hätte er im 18. Jahrhundert gelebt, hätte er vielleicht eine Sprachgesellschaft gegründet.“

Im Anschluss an die Laudatio übergaben IDS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter eine sechsbändige Festschrift mit dem Titel „Germanistische Sprachwissenschaft um 2020“, die demnächst auch online frei zugänglich sein wird.

Zum Schluss des Festaktes, der durch barocke Lautenmusik und den IDS-Chor musikalisch umrahmt wurde, dankte Ludwig M. Eichinger dem Festkomitee, dem Institut und allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern sowie seiner Familie. Er betonte, dass „ein Direktor niemals allein etwas macht“ und dass für das erfolgreiche Führen eines wissenschaftlichen Forschungsinstituts besonders auch die Verlässlichkeit der Politik und Geldgeber von beträchtlicher Bedeutung sind.

 

Das Institut für Deutsche Sprache (IDS) ist die zentrale außeruniversitäre Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation der deutschen Sprache in ihrem gegenwärtigen Gebrauch und in ihrer neueren Geschichte. Es gehört zu den 93 Forschungs- und Serviceeinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Näheres unter: <www.ids-mannheim.de>, <www.facebook.com/ids.mannheim> und <www.leibniz-gemeinschaft.de>.

Das Bild der Verleihung der Staufermedaille (in der Auflösung 5925×4324px) IDS_PM_2018-07-25_www.keskin-arts.com_7141.jpg - BITTE BEACHTEN SIE: Aus urheberrechtlichen Gründen darf dieses Foto nur mit folgender namentlicher Nennung der Fotografin verwendet werden: Foto: Gülay Keskin

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