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DFG-Projekt Tendenzen der Lexikalisierung kommunikativer Konzepte

Mitarbeiter: Gisela Harras (Leitung), Daniel Glatz, Kristel Proost, Edeltraud Winkler

Projektbeschreibung und Projektziele

In diesem Projekt wurden die folgenden Aspekte der Lexikalisierung kommunikativer Konzepte erforscht:

  1. der Aspekt der Verteilung lexikalischer Lücken und die Rolle von Kollokationen und Idiomen bei der Lexikalisierung kommunikativer Konzepte. Untersuchungsleitend ist die Frage nach der Organisation kommunikativer Konzepte in lexikalischen Ausdrücken. Da für Sprechaktverben keinerlei natürliche Taxonomie zur Verfügung steht, wird die konzeptuelle Basis aus einer indirekten induktiven Analyse gewonnen, mit der gezeigt wird, daß Sprechaktprädikate in gewissen kategorialen Aspekten übereinstimmen und in ihnen zugleich minimal unterschieden werden können. Eine systematische Ausdifferenzierung der kategorialen Aspekte bezüglich ihrer Ausprägungsmöglichkeiten über alle individuellen Vorkommen der Verben hinweg liefert das Konzeptinventar, dessen Kombinationen hinsichtlich ihrer Lexikalisierung durch einfache verbale Ausdrücke untersucht werden. Von besonderem Interesse sind dabei die Fälle fehlender Lexikalisierungen, lexikalischer Lücken. Es wird eine systematische Erklärung dieser Fälle angestrebt, wobei die Erklärungen sowohl an Theorien der lexikalischen Kategorisierung als auch an pragmatischen Theorien orientiert sein sollen.
  2. der Aspekt der Lexikalisierung von erreignisstrukturellen Eigenschaften durch Kommunikationsverben und das dadurch determinierte Verhältnis von Konzept- und Argumentstruktur. Die Untersuchung zur Lexikalisierung ereignisstruktureller Eigenschaften durch Kommunikationsverben hat ergeben, dass es einen gewissen Zusammenhang zwischen der Lexikalisierung von Sprechereinstellungen und ereignisstukturellen Eigenschaften gibt. In diesem Projekt wurde untersucht, welcher Art dieses Verhältnis genau ist.

Methodik und Datengrundlage

  • Für die Untersuchung der Lexikalisierungseigenschaften kommunikativer Ausdrücke wurde auf das konzeptuelle System zurückgegriffen, das dem IDS-Projekt "Handbuch deutscher Kommunikationsverben" zugrunde liegt. Dieses System stellt die Ordnung der kommunikativen Konzepte dar.
  • Der Untersuchung der Verteilung von Verben und verbalen Phraseologismen wurde ein Korpus von etwa 700 Phraseologismen zugrunde gelegt, das auf der Grundlage deutscher Idiomwörterbücher erstellt wurde.

Aktivitäten und Veranstaltungen