Lexik
Sprachliche Umbrüche des 20. Jahrhunderts
Gegenstand der zur Zeit auf drei Einzelprojekte bezogenen Konzeption sind sprachgeschichtliche Epochengrenzen des 20. Jahrhunderts, die im Sinn einer sprachlichen Umbruchforschung dargestellt und beschrieben werden. Vorausgesetzt wird, dass politik- und gesellschaftsgeschichtliche Wechsel und kollektive sprachliche Verschiebungen in einem gegenseitigen Bedingungsverhältnis zueinander stehen. Diese politik- und gesellschaftsgeschichtlichen Wechsel des 20. Jahrhunderts stehen unter dem Zeichen der Demokratisierung bzw. Entdemokratisierung.
Die Projekte sind ein Beitrag zur Sprachgebrauchsgeschichte des 20. Jahrhunderts und stellen aus der Perspektive der linguistischen Diskursanalyse sprachliche Repräsentationen gesellschaftlich-politischer Wechsel der demokratiegeschichtlichen Schübe dar.
Demokratiediskurs 1918–1925
Schulddiskurs 1945–1955
Protestdiskurs 1967/68
Aktuelles
Feb. 2010 | Die auf drei Jahre angelegte Förderung des Projekts Demokratiediskurs 1918-1925 durch die Wissenschaftsgemeinschaft Leibniz beginnt am 1. Februar 2010. |
Dez. 2009 | Vortrag: Krise und Sprache - Theoretische Anmerkungen (SFB 640: Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel. Humboldtuniversität, Berlin) |
Jun. 2009 | Vortrag: Politische Wechsel - Sprachliche Umbrüche. Zum Verhältnis von Zeitgeschichte und Sprachgeschichte ("Politische Wechsel - Sprachliche Umbrüche". Universität Leipzig/Institut für Germanistik. 24. bis 27. Juni 2009) |
