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Projektverlauf

Zu den gegenwärtigen Aufgaben im Projekt zählen die weitere Pflege des elexiko-Moduls Lexikon zum öffentlichen Sprachgebrauch, der Ausbau der Wortgruppenartikel wie weiterhin die technische Umsetzung der Angaben für niedrig frequente Stichwörter (Belege, Belegsituation, Grammatik, Orthografie). Außerdem sollen neue (an Sachgruppen orientierte) Zugriffsmöglichkeiten auf die elexiko-Wortartikel realisiert werden. 

Zur Projektgeschichte: LEXXIS - Wissen über Wörter - elexiko

Das Projekt elexiko wurde ursprünglich unter dem Namen LEXXIS ins Leben gerufen. Zwischenzeitlich musste es sich in "Wissen über Wörter" umbenennen. Auf der Suche nach einer geeigneten Internetadresse und um dem eigentlichen Produkt einen passenderen Namen zu geben, taufte die Projektgruppe nach Abstimmung im IDS das Nachschlagewerk und Rechercheportal in elexiko um. Seit 2008 trägt das lexikografische Portal des IDS den Namen OWID, der Name elexiko bezeichnet nun nur noch eines der Produkte in diesem Portal.

Einen Eindruck von den Arbeitsergebnissen in den verschiedenen Projektstadien vermittelt die Liste der Projektveröffentlichungen. Zu (ehemaligen) Projektmitarbeitern/-mitarbeiterinnen lesen Sie bitte unter Projektteam nach.

Das Jahr 2004 war für das Projekt von großer Bedeutung: Die elexiko-Stichwortliste und die 240 Wörterbuchartikel des Demonstrationswortschatzes wurden online veröffentlicht; beides wurde mit externen Experten im Rahmen eines zweitägigen Kolloquium diskutiert. Außerdem wurde das Manuskript zu dem Band "Grundfragen der elektronischen Lexikographie. elexiko – das Online-Informationssystem zum deutschen Wortschatz" abgeschlossen, der die lexikografisch-lexikologische Konzeption von elexiko darlegt.

Im Jahr 2005 wurde die Erarbeitung des Lexikons zum öffentlichen Sprachgebrauch begonnen, und Ende des Jahres erschien der o. g., von Ulrike Haß herausgegebene Band "Grundfragen der elektronischen Lexikographie. elexiko – das Online-Informationssystem zum deutschen Wortschatz" im Verlag de Gruyter. Daneben sind die Wortartikel des Projektes Neologismen integriert worden. In diesem Zusammenhang wurde die Portalfunktion von elexiko weiter konzipiert und ausgebaut.

Arbeitsschwerpunkte im Jahr 2006 waren der weitere Ausbau des Lexikons zum öffentlichen Sprachgebrauch sowie die Neukonzipierung bzw. Optimierung einzelner lexikografischer Angaben (z. B. der typischen Verwendungsmuster, der Verbvalenz, der Thematisierungsangabe in der Verwendungsspezifik). Daneben wurden Wortartikelmengen aus den Projekten Usuelle Wortverbindungen und Schulddiskurs im ersten Nachkriegsjahrzehnt 1945-1955 für die Online-Publikation im elexiko-Portal vorbereitet.

Die Umsetzung der inhaltlichen Verbesserungen dauerte auch im Jahr 2007 noch an, außerdem wurden zahlreiche neue Wortartikel des Lexikons zum öffentlichen Sprachgebrauch verfasst. Zugleich wurde im Rahmen eines zweitägigen Kolloquiums das elexiko-Portal in seiner neuen Gestalt präsentiert, diskutiert und mit anderen Online-Wörterbüchern bzw. -Portalen verglichen. Die Vorbereitung der Publikation der Beiträge dieses Kolloquiums wurde abgeschlossen. Zum Ende des Jahres 2007 wurde die Aufgabe, das lexikografische Portal des IDS zu konzipieren und zu realisieren, organisatorisch aus elexiko ausgegliedert und dem neuen Projekt OWID übertragen.

Arbeitsschwerpunkte im Jahr 2008 waren der weitere Ausbau des Lexikons zum öffentlichen Sprachgebrauch, der Beginn der Ermittlung von Belegen aus den gesprochensprachlichen Korpora im Archiv für Gesprochenes Deutsch sowie der Einsatz des morphologischen Tools "Morphisto" (Projekt TextGrid), um Wortbildungsanalysen und Flexionstabellen über weite Teile der Stichwortliste automatisch generieren zu lassen. Die orthografischen Angaben wurden in überarbeiteter Fassung freigeschaltet. Hervorzuheben ist das Kolloquium "Lexical-semantic relations from theoretical and practical perspectives", das am 05./06. Juni 2008 (Organisation: Petra Storjohann) stattgefunden und sich der korpusgestützten Ermittlung und Beschreibung paradigmatischer Relationen gewidmet hat. Die Tagungsbeiträge wurden zur Publikation vorbereitet.

Neben dem weiteren Ausbau des Lexikons zum öffentlichen Sprachgebrauch wurde auch der Ausbau des elexiko-Korpus im Jahr 2009 vorangebracht. Unter anderem wurden die XML-basierte Artikelstruktur, ihre Dokumentation sowie das Redaktionshandbuch überarbeitet bzw. weiter gepflegt. Daneben konnten die Frage der lexikografischen Erfassung und Beschreibung von Eigennamen in elexiko und Sonderfälle der Lemmatisierung (z. B. von Pronomen) entschieden werden. Die Arbeit an der Verlinkung zu Grammis bzw. „Grammatik in Frage und Antworten“ und an der Einbindung von Illustrationen in bearbeitete Wortartikel wurde aufgenommen. Das Manuskript zum Kolloquium "Lexical-semantic relations from theoretical and practical perspectives" vom 05./06. Juni 2008 wurde beim Verlag eingereicht. Zugleich wurde mit der Konzeption des Sammelbandes "elexiko – Berichte aus der lexikografischen Praxis eines Internetwörterbuches" begonnen und das Manuskript in weiten Teilen fertig gestellt.

Im Jahr 2010 wurden weitere Wortartikel des Lexikons zum öffentlichen Sprachgebrauch freigeschaltet, wobei sich besonders der Einsatz des im Projekt Benutzeradaptive Zugänge und Vernetzungen in elexiko entwickelten Vernetzungstools positiv auf die Konsistenz der bestehenden Artikel im Bereich der Verlinkung ausgewirkt hat. Daneben hat sich das Projekt an der Entwicklung von zwei Online-Benutzungsstudien zu elexiko beteiligt, deren Ergebnisse hier eingesehen werden können. Erschienen ist der von Petra Storjohann herausgegebene Band "Lexical-semantic relations. Theoretical and practical perspectives" (Lingvisticæ Investigationes Supplementa 28. Amsterdam: John Benjamins), das Manuskript des von Annette Klosa herausgegebenen Bandes "elexiko – Berichte aus der lexikografischen Praxis eines Internetwörterbuches" (Studien zur deutschen Sprache 55. Tübingen: Gunter Narr Verlag) wurde an den Verlag übergeben.

Das Jahr 2011 war redaktionell vor allem durch die systematische Kontrolle und Korrektur bidirektionaler Vernetzungen zwischen schon bearbeiteten Wortartikeln geprägt, wodurch sich die Konsistenz der Wortartikel erheblich verbessert hat. Natürlich ist auch das Lexikon zum öffentlichen Sprachgebrauch insgesamt ausgebaut worden. Neu in elexiko sind (automatisch im Rahmen des Projektes Benutzeradaptive Zugänge und Vernetzungen in elexiko ermittelte) Angaben zu den Wortbildungsprodukten eines Stichwortes und Hörbelege. Erschienen ist der von Annette Klosa herausgegebene Band "elexiko – Berichte aus der lexikografischen Praxis eines Interentwörterbuches" (Studien zur deutschen Sprache 55. Tübingen: Gunter Narr), außerdem die von Petra Storjohann herausgegebene Studienbibliografie "Kollokationen" (Studienbibliografien Sprachwissenschaft 38. Tübingen: Groos). Im Mai hat elexiko ein internationales, von der DFG gefördertes Kolloquium "Wortbildung im elektronischen Wörterbuch" veranstaltet, dessen Ergebnisse inzwischen zur Publikation vorbereitet werden. Das Projekt beteiligte sich außerdem am Wissenschaftlichen DFG-Netzwerk Internetlexikografie (Koordinatorin: Annette Klosa), das mit zwei Arbeitstreffen (im Mai in Mannheim, im Dezember in Berlin) seine Arbeit aufgenommen hat.

Auch im Jahr 2012 wurde das Lexikon zum öffentlichen Sprachgebrauch weiter ausgebaut, und zwar durch neue Wortartikel, aber auch durch multimediale Elemente. So bietet elexiko jetzt in einzelnen Lesarten von redaktionell bearbeiteten Stichwörtern begleitend zur Bedeutungserläuterung 1-3 beispielhafte Illustrationen an. Die elexiko-Benutzeroberfläche konnte aufgrund von Ergebnissen der im Rahmen des Projektes Benutzeradaptive Zugänge und Vernetzungen in elexiko durchgeführten Benutzungsstudien zu elexiko optimiert werden. Verschiedene Vorträge (u. a. bei der EURALEX, der ICHLL, beim GAL-Kongress) und Publikationen haben der Präsentation des Projektes im wissenschaftlichen Kontext gedient. Das Projekt hat sich außerdem in zwei Arbeitstreffen (im Mai in Bozen, im November in Trier) am Wissenschaftlichen DFG-Netzwerk Internetlexikografie (Koordinatorin: Annette Klosa) beteiligt.

Im Jahr 2013 sind die redaktionellen Arbeiten am Lexikon zum öffentlichen Sprachgebrauch fortgesetzt worden. Außerdem haben die Abschlussarbeiten zu diesem Wortschatzausschnitt begonnen, wozu eine Reihe systematischer Überprüfungen, Korrekturen und Ergänzungen einzelner Angabebereiche gehören. Mit der Vorbereitung daran anschließender Projekte, die kleinere Wortschatzausschnitte (z. B. Paronyme) lexikografisch erfassen und beschreiben werden, wurde begonnen. Auch in diesem Jahr haben verschiedene Vorträge (u. a. beim Germanistenkongress, der eLex, dem Kongress der Dictionary Society of North America, der IDT) und Publikationen der Präsentation des Projektes im wissenschaftlichen Kontext gedient. Das Projekt hat sich außerdem in zwei Arbeitstreffen (im März in Leiden, im November in Mannheim) am Wissenschaftlichen DFG-Netzwerk Internetlexikografie (Koordinatorin: Annette Klosa) beteiligt und die Zusammenarbeit mit dem European Network of e-Lexicography (ENeL, COST-Aktion IS1305) aufgenommen.

Seit 2014 sind die Arbeiten am Lexikon zum öffentlichen Sprachgebrauch abgeschlossen (u. a. durch letzte Konzeption und Sortierung der Konstruktionen). Konzipiert und umgesetzt wurden die Wortgruppenartikel und vorbereitet ist ein onomasiologischer Zugriff auf die bearbeiteten Stichwörter in elexiko. Zahlreiche Vorträge an Hochschulen in Deutschland, England und Ungarn sowie bei der EURALEX 2014 in Bozen und Publikationen in verschiedenen nationalen und internationalen Fachorganen, die Mitarbeit in verschiedenen Forschungsnetzwerken sowie die Veröffentlichung eines Themenheftes der "Deutschen Sprache" (42.4) mit dem Titel "Dateninterpretation und -präsentation in Onlinewörterbüchern am Beispiel von elexiko", das den Gebrauch von elexiko durch unterschiedliche Nutzergruppen thematisiert, dokumentieren die Forschungsarbeit des Projektes.