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Arbeitsschwerpunkte

Die Arbeit in den Projekten der Abteilung findet in den vier Arbeitsschwerpunkten A) Korpuslexikografie des Gegenwartsdeutschen, B) Kulturwissenschaftlich-historische Lexikologie und Lexikographie, C) Syntagmatische Aspekte des Lexikons und D) Computerlexikografie und empirische Methoden statt.

 

A) Korpuslexikografie des Gegenwartsdeutschen

In dem Arbeitsbereich wird die Lexik des Deutschen in ihrem gegenwärtigen Gebrauch und hinsichtlich jüngerer Veränderungen auf korpuslinguistischer Basis untersucht und lexikografisch beschrieben. Im Projekt elexiko ist das Modul „Lexikon zum öffentlichen Sprachgebrauch“ entstanden, das weiterhin gepflegt und sukzessive um sogenannte (vergleichende) Wortgruppenartikel ausgebaut wird. Außerdem wird elexiko beispielsweise durch ein Wörterbuch zu leicht verwechselbaren Ausdrücken (Projekt Paronymwörterbuch) ergänzt werden. Weiterhin werden in dem Arbeitsbereich Neologismenwörterbücher erstellt; sie sind das Ergebnis der Arbeiten in dem Projekt Lexikalische Innovationen.

 

B) Kulturwissenschaftlich-historische Lexikologie und Lexikographie

Der Arbeitsbereich untersucht das Lexikon des Deutschen aus historischer Perspektive, und zwar unter starker Berücksichtigung kultureller und gesellschaftlicher Entwicklungen sowie der Sprachkontaktgeschichte des Deutschen. Hierzu gehören zum einen die diskurslinguistischen und -lexikographischen Projekte zu den Sprachlichen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts, und zum anderen Projekte, die lexikalische Sprachkontaktphänomene zum Gegenstand haben wie die Neubearbeitung des Deutschen Fremdwörterbuchs und die Projekte zu Deutschen Lehnwörtern in anderen Sprachen und zum Lexikalischen Wandel unter deutsch-kolonialer Herrschaft. Abgeschlossen ist mittlerweile der Beitrag des IDS zum Frühneuhochdeutschen Wörterbuch. Die Arbeiten des Arbeitsbereichs werden durch den Aufbau eines Historischen Korpus unterstützt.

 

C) Syntagmatische Aspekte des Lexikons

Der Arbeitsbereich ist der Schnittstelle zwischen Lexikon und Grammatik gewidmet; hier werden auf der Basis der IDS-Korpora und unter Einbeziehung quantitativer Methoden lexikalische Phänomene untersucht, die über das einzelne Wort hinausgehen. Mit einem Fokus auf sprachliche Muster und einem kritischen Blick auf die traditionelle Grenzziehung zwischen Lexikon und Grammatik werden hier zum einen Argumentstrukturen untersucht in dem Projekt Verben und Argumentstrukturen und dem jetzt abgeschlossenen Projekt zu Eingebetteten komplexen Prädikationen. Zum anderen werden Usuelle Wortverbindungen erforscht; die Forschungen hierzu wurden zeitweilig ergänzt durch ein EU-Projekt zu Sprichwörtern.

 

D) Computerlexikografie und empirische Methoden

Aufgabe dieses Arbeitsbereichs ist es, geeignete empirische Methoden und computerlexikografische Verfahren für die Abteilung zu entwickeln und zu erproben und die Projekte der drei anderen Arbeitsbereiche bei empirischen Untersuchungen und der internetlexikografischen Umsetzung ihrer Ergebnisse zu unterstützen. So wird in dem Projekt Computerlexikografie das internetbasierte Wortschatzinformationssystem OWID entwickelt, in das die Arbeiten einer Reihe von lexikografischen Projekten der Abteilung einfließen. Neben OWID ist in den Projekten Wörterbuch deutscher Lehnwörter im Ostslavischen und Internetportal für Wörterbücher deutscher Lehnwörter in slavischen Sprachen das Lehnwortportal entstanden, das Wörterbücher deutscher Lehnwörter in anderen Sprachen vernetzt. Das Projekt Empirische Methoden führt gemeinsam mit anderen Projekten der Abteilung empirische Studien durch, etwa im Bereich der Wörterbuchbenutzungsforschung oder von Erhebungen zu syntagmatischen lexikalischen Phänomenen. Das mittlerweile abgeschlossene Projekt Benutzeradaptive Zugänge und Vernetzungen in elexiko hatte die Entwicklung neuer Methoden der Wörterbuchbenutzungsforschung und die lexikographische Konzeption und technische Umsetzung von Informationsvernetzungen zum Gegenstand.