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54. Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache

Neues vom heutigen Deutsch

Empirisch - methodisch - theoretisch

13. bis 15. März 2018, Congress Center Rosengarten Mannheim

Neues vom heutigen Deutsch: Das sind zum einen neue Erscheinungen und neue Verwendungsweisen, die sich im Sprachgebrauch der letzten Jahre zeigen. Dabei wird auch im hochsprachnahen Bereich eine bemerkenswerte Vielfalt sichtbar. Neben ihrer Bandbreite im gesprochenen Deutsch und in spezifischen Kontexten oder in verschiedenen Teilen des deutschen Sprachgebiets geht es auch um die damit verbundenen Einstellungen in der Öffentlichkeit, ihre Folgen für die Identität und um entsprechende Normvorstellungen. Bestimmte inhaltliche Diskussionspunkte („gender“) prägen die Diskussion um neue Sprachverwendungsweisen. Grundsätzlichere Fragen medial üblicher und angemessener Kommunikation stellen sich bei dem Neuen, das die Kommunikation in und um das Internet mit sich bringt.

Das Tagungsthema verweist zum anderen auf neue Methoden innerhalb der Sprachwissenschaft. Denn seit sich die Sprachwissenschaft bei ihrer empirischen Arbeit auf große Datenmengen, auf elektronisch auswertbare Korpora geschriebener Sprache und gesprochener Interaktion stützen kann, sind die Entwicklungen des Sprachgebrauchs der Forschung noch zugänglicher geworden. Neues vom heutigen Deutsch sind also, neben den so ermittelten Ergebnissen, auch die damit verbundenen methodischen Diskussionen und Entwicklungen.

Was die Ergebnisse angeht, so stellt sich beim beweglichsten Teil der Sprache, dem Wortschatz, von neuem die Frage, wie man ihn unter diesen Umständen beschreibt und in seiner Entwicklung darstellt. Dass damit auch theoretische Neuorientierungen verbunden sind, ist offenkundig. Diese Neuorientierung tritt auch in den Beiträgen zur Grammatik besonders deutlich zutage: Theoretische Annahmen werden anhand einer genaueren Datengrundlage neu diskutiert, der Blick richtet sich verstärkt auch auf Interaktionsphänomene im Text, und über den Vergleich mit anderen Sprachen werden neue Perspektiven auf das Deutsche möglich.

Zum Schluss soll ein soziologischer Blick auf die Macht der Sprache im gesellschaftlichen Alltag und auf das Alte und Neue in ihr diese Jahrestagung abrunden.

Programmausschuss: Ludwig M. Eichinger, Mechthild Habermann, Angelika Linke und Albrecht Plewnia

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