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Projekt "Deutsch in Russland"

Dokumentation des Forschungsstandes zur deutschen Sprache und ihren Dialekten in Russland

Das Projekt ist abgeschlossen; es wurde vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.

Projektbeschreibung und Projektziele

Die deutsche Sprache in Russland hat eine mehr als 230-jährige Geschichte. Gegenwärtig befindet sich die russlanddeutsche Minderheit in einer zwiespältigen Situation. Einerseits ist ein Großteil der Russlanddeutschen (mehr als 2,3 Millionen) nach Deutschland umgesiedelt. Andererseits bilden die Deutschen in Russland mit 597 212 Personen die gegenwärtig größte deutsche Minderheit im Ausland.

Das laufende Projekt baut auf den Ergebnissen des BKM-Projekts der Jahre 2004-2005 auf, im Rahmen dessen eine Bibliografie der Forschung zum Russlanddeutschen nach 1990 erstellt wurde. Die Hälfte der mehr als 200 Titel dieser Bibliografie ist in Russland in russischer Sprache erschienen. Gerade die sprachliche Barriere hatte den Weg zur Wahrnehmung der Forschung des Deutschen in Russland versperrt. Deshalb ist das Ziel des aktuellen Projekts, der interessierten wissenschaftlichen Öffentlichkeit Ergebnisse der Forschung zur russlanddeutschen Sprache und ihren Dialekten in Deutschland zugänglich zu machen und hiermit eine sichere Basis für weitere Forschungen auf diesem Gebiet zu schaffen.

Teilprojekte

  1. Erstellung eines Netzwerkes zur wissenschaftlichen Kooperation mit Russland (September - Dezember 2006);
  2. Erstellung einer Sammlung von ausgewählten wissenschaftlichen Texten aus den relevanten Publikationen zum Thema des Projekts (Juli - Dezember 2007).

1. Erstellung eines Netzwerkes zur wissenschaftlichen Kooperation mit Russland

Dieses Teilprojekt ist abgeschlossen. Es beschäftigte sich mit der Erstellung eines weitflächigen Netzwerkes zur wissenschaftlichen Kooperation mit Russland. Zu diesem Zweck wurden im Oktober und Dezember 2006 Erkundungsreisen nach Russland unternommen und mit Wissenschaftlern vor Ort Kontakte geknüpft. Besucht wurden vor allem die Regionen, in denen heute noch die russlanddeutsche Bevölkerung stark vertreten ist und ihre Dialekte und Sprache an den Universitäten untersucht werden. Das sind folgende Regionen:

  • Sibirien: Omsk, Altai und Krasnojarsk;
  • Zentrales Russland: Volgograd, Saratov, Kirov und Sverdlovsk.

 

Karte von Russland mit russlanddeutschen Regionen

Von links nach rechts: Gebiete Volgograd, Saratov, Kirov, Sverdlovsk,
Omsk, Altai und Krasnojarsk auf der Karte Russlands

Aktivitäten und Veranstaltungen

Neben Interviews mit Sprachwissenschaftlern vor Ort wurden folgende Veranstaltungen durchgeführt:

Kurzseminare

Kaul, Elena (9.-11.10.2006). "Programm der Erforschung des Deutschen im Gebiet Krasnojarsk". Staatliche Pädagogische Astafjev-Universität Krasnojarsk (Russland).

Kaul, Elena (13.-14.10.2006). "Programm der Erforschung des Deutschen im Gebiet Altai". Staatliche Pädagogische Universität Barnaul (Russland).

Vorträge

Kaul, Elena (17.10.2006). "Erforschung des Deutschen im Gebiet Omsk: Geschichte, aktueller Stand, Perspektiven". Staatliche Pädagogische Universität Omsk (Russland).

Kaul, Elena (8.12.2006). "Erforschung des Deutschen im Gebiet Saratov: Geschichte, aktueller Stand, Perspektiven". Pädagogisches Institut der staatlichen Universität Saratov (Russland).

Ausführliche Ergebnisse dieses Teilprojekts finden Sie hier.

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2. Erstellung einer Sammlung von ausgewählten wissenschaftlichen Texten zum Thema "Deutsche Sprach- und Dialektforschung in Russland nach 1990"

Für diese Sammlung wurden relevante Publikationen zum Thema "Deutsche Sprach- und Dialektforschung in Russland nach 1990" ausgewählt und ins Deutsche übersetzt. In der Sammlung von Übersetzungstexten sind verschiedene Forschungsrichtungen vorhanden. Die Einleitung informiert näher über Aufbau und Themen der Sammlung. Jeder Übersetzung geht ein Kurzkommentar zum Inhalt voran.

Ausführliche Ergebnisse dieses Teilprojekts finden Sie hier.

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Bibliografie

Die Bibliografie des Projekts enthält 359 Titel, von denen zwei Drittel auf Russisch sind. Die Inhalte der meisten russischsprachigen Veröffentlichungen werden im Text der Bibliografie kurz zusammengefasst. In der Einführung finden sich einige Anmerkungen zum Forschungsstand nach 1990 und eine Beschreibung der Titelinhalte.

Zur Bibliografie des Projekts.

Projektleitung: Prof. Dr. Nina Berend

Mitarbeiterin: Dr. Elena Kaul

Kontakt: elena_kaul (at) web.de

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