Aktuelles

Wir trauern um den ehemaligen Präsidenten seines Kuratoriums Professor Horst Sitta, der am 25. Mai 2020 mit 84 Jahren verstorben ist.

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Wir trauern um unseren früheren Direktor und längjährigen Mitarbeiter Prof. Dr. Ulrich Engel, der am 22. Mai 2020 mit 91 Jahren verstorben ist.

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Wie die Coronapandemie unseren Wortschatz verändert: Aktueller Wortschatz rund um die Coronapandemie

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Hier finden Sie "Aktuelle Stellungnahmen zur Sprache der Coronakrise"

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Wichtige Informationen zu aktuellen Maßnahmen finden Sie hier.

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09.-11. März 2021: 57. Jahrestagung des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache, Sprache in Politik und Gesellschaft: Perspektiven – Zugänge –...

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Sprache und Recht

37. Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache

13.-15. März 2001

Gesetze, Gerichtsverhandlungen, Plädoyers und Urteile - das Recht ist an mannigfaltige Sprachformen gebunden; ohne Sprache kein Recht. Gilt umgekehrt auch: Ohne Recht keine Sprache? Wo Menschen eine Sprache sprechen, gibt es immer auch Regelungen des Zusammenlebens und Vorstellungen von Gerechtigkeit. Wo sich eine Sprache entwickelt, da gibt es insofern auch "Recht". Insbesondere die deutsche Sprache wäre ohne die Einflüsse des Rechtswesens nicht, was sie ist. Die Nähe von Sprache und Recht gründet sich auf etliche Gemeinsamkeiten: Beide sind das Werk sozialer Gemeinschaften und prägen deren Kultur in herausragender Weise; in beidem spielen sowohl unausgesprochene Gewohnheiten als auch kodifizierte Festlegungen eine Rolle. Nicht nur alte Redewendungen wie Haus und Hof und den Stab über jemandem brechen zeugen davon, dass Sprachkultur und Rechtskultur sich historisch eng verbunden entwickelt haben. Recht und Gesetz prägen auch den öffentlichen Sprachgebrauch in der Gegenwart. Von geldwertem Vorteil, guten Sitten oder niedrigen Beweggründen wird etwa in der Presse ganz anders geschrieben als in Gesetzestexten. Besitz und Eigentum, Mord und Totschlag sind in der Gemeinsprache fast synonym, in der Rechtssprache keineswegs.
All dies ist Grund genug, das Verhältnis der beiden Systeme Sprache und Recht sowohl aus sprachwissenschaftlicher wie aus juristischer Sicht zu beleuchten und dabei die Perspektive der Öffentlichkeit einzubeziehen. Die Tagung wird wichtige, aber keineswegs alle interessanten Aspekte des Themas behandeln. Dazu gehören:

  • das Verhältnis von Sprache, Recht und Öffentlichkeit,
  • Rechtssprache bzw. Sprache im Rechtswesen,
  • kommunikative Besonderheiten in Gerichtsverhandlungen,
  • Interpretation und Textauslegung als juristische und als linguistische Verfahren,
  • das Bild des Rechts in den Medien,
  • Probleme der Mehrsprachigkeit des Rechts in Europa und die daraus erwachsenden Konsequenzen für die Juristenausbildung,
  • historische Rückblicke auf den Wechsel von Rechtssystemen und Sprachgebräuchen,
  • der Nutzen der Linguistik für die Kriminologie und
  • die Frage nach den Grenzen der Verständlichkeit von Gesetzen.

Programm

Hinweise

Tagungsort
Bürgersaal
Stadthaus Mannheim
N1, am Paradeplatz
Mannheim
Weitere Informationen zur 37. Jahrestagung: jahrestagung (at) ids-mannheim.de