Pragmatik

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24.-26. März 2021 - online: 22. Arbeitstagung zur Gesprächsforschung 2021 – online. Rahmenthema "Bedeutung in der Interaktion"

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Seit Anfang dieser Woche ist das Release 2.14 der Datenbank für Gesprochenes Deutsch (DGD) online. Die Neuerungen betreffen vor allem die Ergänzung...

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Datenbank für Gesprochenes Deutsch 2.10

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in der Rubrik 'Ressourcen' der Zeitschrift für Germanistische Linguistik (ZGL) erschienen

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Normen, Regeln und Moral im alltäglichen Leben (NoRM-aL)

Projektleiter:  PD Dr. Jörg Zinken

Projektmitarbeiter:innen: Dr. Uwe-Alexander Küttner, Laurenz Kornfeld, Christina Mack, Jowita Rogowska

Regeln und Normen spielen augenscheinlich eine zentrale Rolle für die Strukturierung unseres sozialen Miteinanders. Das Projekt NoRM-aL (Normen, Regeln und Moral im alltäglichen Leben) fragt, wie Sprecher:innen Regeln und Normen im alltäglichen sozialen Leben geltend machen. Die Untersuchungen sind sprachvergleichend angelegt (schwerpunktmäßig Deutsch, Englisch, Italienisch, Polnisch) und beschäftigen sich mit Fragen wie diesen:

  • Welche sprachlichen und multimodalen Ressourcen kommen zum Einsatz, wenn Regeln relevant gemacht, ausgehandelt oder durchgesetzt werden?
  • Wie wird regelwidriges oder von normativen Erwartungen abweichendes Verhalten erkennbar gemacht und sanktioniert; und wie wird im Gegenzug regelkonformes oder normativ erwartbares Verhalten in konkreten Interaktionssituationen begünstigt?
  • Welche Rolle spielen sprachspezifische Ressourcen in Praktiken 'normativen Sprechens'? Welche sprach- und kulturübergreifenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeichnen sich beim Ziehen normativer Grenzen ab?

Die empirische Grundlage für dieses Forschungsprojekt stellt ein im Entstehen begriffenes, mehrere europäische Sprachen umfassendes Video-Korpus dar: PECII (Parallel European Corpus of Informal Interaction). Drei konstant gehaltene alltägliche Settings (Autofahrten, Brettspiele, Familienfrühstücke) sollen die sprachübergreifende Vergleichbarkeit maximieren und gleichzeitig ermöglichen, wiederkehrende regel- bzw. normrelevante Ausgangssituationen zu identifizieren. Methodisch ist das Projekt in der Konversationsanalyse bzw. der Interaktionalen Linguistik beheimatet.

NoRM-aL wird in Kooperation mit Wissenschaftler:innen der Universität Basel, der University of Helsinki, der Kazmierz Wielki University Bydgoszcz und der University of California at Los Angeles durchgeführt. Im Rahmen des Projekts werden drei Dissertationen angefertigt.

Ansprechpartner:innen: PD Dr. Jörg Zinken, zinken (at) ids-mannheim.de; Dr. Uwe-Alexander Küttner; kuettner (at) ids-mannheim.de; Laurenz Kornfeld, kornfeld (at) ids-mannheim.de; Christina Mack, mack (at) ids-mannheim.de; Jowita Rogowska, rogowska (at) ids-mannheim.de

Bildnachweis (v.l.n.r.): David Prado Perucha/shutterstock; YanLev/shutterstock; Evgeny Atamanenko/shutterstock